Kalenderarchiv

April 2026
27.04.2026, 14:00 Uhr – 01.05.2026, 17:00 Uhr
Konferenz Übersetzen: Inger Christensen, "En vinteraften i Ufa", dänisch-deutsch
Während der Arbeitswoche Lesen und Übersetzen wir gemeinsam Inger Christensens Theaterstück „En vinteraften i Ufa“ aus dem Dänischen. In „Vinteraften“ spielen Irina, Mascha, Olga und Natascha – die Referenzen auf Čechovs „Drei Schwestern“ reichen bis in längere zitierte Textpassagen – sie spielen ein Stück über das Sprechen und über das (Theater)Spielen; eine Form surrealen und absurden Meta-Theaters. Es ist aber auch ein Stück, in dem die Stille bestimmend ist, und keine Kommunikation; es ist ein Drama ohne Progress, ohne Prozess. Ein Drama, das sich dem Stillstand nähert. Wie die Schauspielerinnen ihr Stück spielen und sich dabei selbst schreiben, so kann aber im Übersetzen auch die Bühne mitgedacht werden, der Dialog im Fortschreiben des Eigenen und der gemeinsamen Übersetzungssituation entstehen, oder überhaupt erst in Gang gesetzt werden. An den Tagen finden jeweils vormittags 10.oo-13.oo Redaktionstreffen zu den bereits übersetzen Textpassagen statt.
25.04.2026, 16:00 Uhr
Zakladka, russischer Buchklub
25.04.2026, 10:00 Uhr
Druckraum Jahoda
22.04.2026, 18:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik mit Franziska Füchsl und Ihar Krebs: Diktatur und Umwelt in den Gedichten von Hanna Jankuta
„Verfassung“ ist eine Gedichtsammlung von Hanna Jankuta, welche am Rande der belarussischen Verfassung entstand. Die Gedichte reflektieren, was die Welt mit den Menschen macht und die Menschen mit der Welt. Dabei wird die politische Diktatur mit der Diktatur des Anthropozäns verglichen. Die Gedichte erzählen die Geschichte einer Person, die in einer autoritären Gesellschaft aufgewachsen ist und nun ihre geologische Zeit im Exil verbringt. Das Buch lotet zugleich die Verfassung planetarischer Natürlichkeit aus und wendet sich verschiedenen Lebewesen zu, die einst die Erde bewohnten und noch immer oder gerade noch bewohnen. Die Verfassung als oberstes Staatsgesetz wird in den Gedichten zu einer ‚Chronik der Katastrophen‘. Unter jedem Artikel der belarussischen Verfassung (vorerst noch unter) kommt ein Gedicht zu stehen. Kann eine Seite so viel tragen? Wie verhält sich Gesetz zu Gedicht? (Wie) lässt sich eine erst kürzlich überschriebene Verfassung übersetzen? Der auf vermeintlich demokratischen Wegen in die Diktatur entführten §Verfassung§ eine Übersetzung verleihen? Was ist mit Eingriff, Veränderung, Sabotage? Anhand zweier sehr unterschiedlich gewichteter Beispiele aus dem Buch möchten wir mit euch das vielleicht unmögliche Verhältnis Bedrohung:Poesie diskutieren und ins Übersetzen kommen. Ihar Krebs ist belarussischer Übersetzer deutscher und jüdischer Literatur, darunter Theodor Herzl, Mascha Kaléko, Bella Chagall und Heinrich Heine. Studierte in Minsk. Er war 2024 Writer in Residence am Internationalen Haus der Autor*innen Graz (IHAG). Franziska Füchsl ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Setzerin. Als Jugendliche Hilfsarbeiterin in der Metallindustrie. Studierte Deutsche Philologie und Anglistik in Wien und Sprache und Gestalt in Kiel. Im Versatorium betreut Füchsl den Druckraum Jahoda.
20.04.2026, 14:30 Uhr – 21.04.2026, 18:00 Uhr
Redaktionstreffen: "Fjordarbeid" von Arild Vange
17.04.2026, 14:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik mit Na'ama Rokem: Jerusalem, 1969 - An Encounter of Translators
In 1969, Paul Celan visited Israel, where he met old friends from Czernowitz and made the acquaintance of several Israeli poets, one of whom was Yehuda Amichai. Starting from the brief exchange of letters that followed their encounter, this talk traces the relationship between the two poets. I focus on Amichai translation of five poems by Celan, which was published during Celan's visit. Reading the drafts of these translations, preserved in the Yehuda Amichai archive at the Yale Beinecke library, I show that the translation was a collaboration between the two poets. I use the collaboration between the two poets to think more broadly about the ground that the poets shared, despite many differences between them, a ground constituted by the crossing-over between German and Hebrew. Vorbereitende Lektüre: Paul Celan: Mandorla. In: Die Niemandsrose. S. Fischer: Frankfurt a.M., 1963, S. 42. Na’ama Rokem teaches Hebrew and Comparative Literature at the University of Chicago, where she is currently chair of the Department of Comparative Literature and has been the director of the Joyce Z. and Jacob Greenberg Center for Jewish Studies. Her research focuses on the poetics of bilingualism and self-translation. Her book Zionism in Translation: Encounters in the German-Hebrew Archive is forthcoming with University of Chicago Press in October 2026.
16.04.2026, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
Was heißt: übersetzen? Wissen wir genauer, was das ist, was übersetzt wird, wenn von der Übersetzung eines literarischen Werks gesprochen wird? Und wenn eine Ungewissheit besteht: Kann dann das Übersetzen literarischer Werke gelehrt und gelernt werden, weitergegeben wie eine handwerkliche Fähigkeit? Gibt es allgemeingültige Methoden und Techniken, die auf jeden Text angewendet werden können und zum Erfolg führen? Unsere Erfahrungen zeigen, dass jedes literarische Werk, jedes Gedicht, nach einer neuen Form der Übersetzung verlangt. Zudem liegt im Übersetzen etwas Unabschließbares, es lässt sich nicht beenden, verlangt vielleicht nach kontinuierlicher Arbeit, mündet in kein endgültiges Resultat. Seit Herbst 2025 widmet sich das VERSATORIUM Gedichten und Texten des italienischen Dichters Andrea Zanzotto (1921–2011), derzeit aus dem Gedichtband "Fosfeni".
09.04.2026, 18:00 Uhr
Plenum
März 2026
15.03.2026
Drucken
13.03.2026, 18:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik mit Sonja vom Brocke und Norbert Lange
Sonja vom Brocke und Norbert Lange zur Übersetzung von Lyn Hejinians "My Life. Auszüge". In a book I read the sentence, “the water is as blue as ink,” which made me regret that so few people use fountain pens. (39) It is impossible to return to the state of mind in which these sentences originated. (40) There was once a crooked man, who rode a crooked mile—thereafter he wrote in a crooked style characteristic of 19th-century prose, a prose of science with cumulative sentences. (48) He framed his sentences carefully. (56) To some extent, each sentence has to be the whole story. (93) In the sentence, “One turns onto 261 from 101 and follows it to the 5 point 73 mile marker, where a steep dirt road goes off to the right, up which one climbs for two miles, until one reaches a crest which is not the highest point on the ridge but from which there is for the first time a long view to both east and west, where one leaves the car and follows a path past two big oaks up a small hill for a quarter mile to the cabin,” I am the one. (114) I could feed those extra words into the sentence already there, rather than make a new one for them, make place in the given space, and that would be the same thing, making more sense. (126) In the sentence, “one climbs five worn wood stairs and turns left to the scarred open door, then crosses a hall and two feet of linoleum to the four foot formica counter with two sacks of groceries in seven steps,” I am the one. (132) To concentrate, as now, wanting to compress into a sentence whose words are a reflection of the sky in a blue lake in the Black Buttes that otherwise extensive or expansive stubbornness to which I have already referred, I hold my breath. (137) Night after night, in poetic society, line gathering and sentence harvesting. (144) A sentence is a metaphor since when. (150) They do not speak in sentences but in battlements, of pleasures and of necessities. (157) But that sentence isn’t exactly right—it’s not foreign policy but assumption to a jungle paradise. (159) Sonja vom Brocke (*1980) schreibt Gedichte, Essays, Prosa und übersetzt Theorie und Dichtung; Studium der Philosophie, Anglistik und Germanistik in Köln, Hamburg und Paris; Dozentin am Institut für Sprachkunst (Wien); 2024 Weiskopf-Wedding-Preis der Berliner Akademie der Künste. Zuletzt erschien: „Blauer Ton. Gedichte“ (kook 2025). Norbert Lange (*1978) ist Schriftsteller und Übersetzer, Librettist und Essayist; Gestaltung mehrerer Dossiers zum Übersetzen für die Literaturzeitschrift „Schreibheft“; Übersetzungen von Jerome Rothenberg, Charles Bernstein, George Oppen und John Ashbery; zuletzt: „Unter Orangen. Gedichte“ (wunderhorn 2021).
10.03.2026, 15:15 Uhr
Redaktionstreffen empty chairs/ schwarze flagge
07.03.2026, 16:00 Uhr
Zakladka
05.03.2026, 18:00 Uhr
Plenum
– neuer Kalender – bei traduki bewerben? Fusion mit der slowenischen Poesie – Website, aktuell – Termine. Foren (Eva Schestag – hatte Sophie Kontakt? Thomas Wild – Andreas?), Lesekreis, Redaktionstreffen fjordarbeid und empty chairs. Drucken (Dante und Theos Projekt) – schwarze flagge: Druckkostenbeitrag – Christensen in Wien und in Berlin, wer mag mitreisen, es gibt noch Plätze – den Rest des Jahres planen, mit der Planung abgleichen – neues bei Ilse Aichinger? wollten von Juli auf November verschieben – afghanische Poesie – mag Helmut Unterstützung? – nächstes plenum – MultiLiLiTrans, wer hat Lust? uns bewerben für ? Termin mit Johannes Schweiger – Bericht, Notizen etc. Hannah Arendt
04.03.2026, 14:00 Uhr
Redaktion empty chairs
03.03.2026, 14:00 Uhr
Redaktion empty chairs
01.03.2026, 16:00 Uhr
Generalversammlung
01.03.2026 – 05.03.2026
Druckraum besetzt
Feber 2026
20.02.2026 – 22.02.2026
transletting - Hannah Arendt lesen - Vita activa / The Human Condition
Freitag, 17-20.00 Samstag, 10-14.00 und 16-20.00 Sonntag, 10-12.00
15.02.2026, 16:00 Uhr
Lesekreis Zakladka
10.02.2026, 14:00 Uhr
Redaktionstreffen zu fjordarbeid
05.02.2026, 18:00 Uhr
Plenum
Themen: - Anträge an den Vorstand und die Vollversammlung - Rechnungsprüfung - Einladung von Arnold Dreyblatt, Berlin-Karussel - Termine, Transletting, Brocke + Lange, Füchsl + Krebs, Rokem, Christensen - Planung Sommer/Herbst, u.a. Symposium Wittgenstein - Drucken, Plakat etc. - Update Website - Stand empty chairs, nächste Termine - Bewerbung bei Traduki: Übersetzungswoche oder Forumswoche - empty chairs: treffen in den ersten beiden märzwochen
04.02.2026, 14:00 Uhr
Lesekreis zu Derrridas Fußnote zu Arendts Übersetzungsbegriff
03.02.2026, 14:00 Uhr
Redaktionstreffen zu fjordarbeid
02.02.2026, 14:00 Uhr
Redaktionstreffen zu fjordarbeid
01.02.2026, 16:00 Uhr
Buchklub Zakladka
Jänner 2026
30.01.2026, 14:00 Uhr
Forum f. Übersetzungskritik mit Miriam Rainer zu Simone Weils Essay über das Lesen, franz.-engl.-dt.
Simone Weil: Essai sur la notion de lecture / Essay on the Concept of Reading / Versuch über das Lesen
19.01.2026, 17:00 Uhr
Plakate drucken für Miriam Rainer und transletting
19.01.2026, 15:00 Uhr
Satzspiegelkonstruktionen bzw. Rastermodule, Otl Aicher für Ilse Aichingers Bücher
Eine für alle Interessierte offene Suche nach Konstruktionsmöglichkeiten des Satzspiegels bzw. des Rastermoduls von Ilse Aichingers Büchern durch Otl Aicher.
15.01.2026, 18:00 Uhr
Plenum PARK:haus
– termin drucken miriam rainer 30. jan. >> 19. mo., nachmittag – termin drucken für transletting – übernachtung transletting, sechs (?) > wenn nicht: airbnb bei anna nachfragen – termin lesekreis – termin für die generalversammlung sagen >> statt 28. der 24. feb >> vorstandssitzung 20. oder 22. – termin fjordarbeid redaktionstreffen – konferenz vor- oder nachmittag
13.01.2026, 14:00 Uhr
Walter Pamminger
08.01.2026, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
05.01.2026, 17:00 Uhr
Lesekreis Zakladka
Dezember 2025
27.12.2025, 16:00 Uhr
Lesekreis Zakladka
17.12.2025, 13:00 Uhr
Redaktionstage "Fjordarbeid"
16.12.2025, 13:00 Uhr
Redaktionstage "Fjordarbeid"
15.12.2025, 13:00 Uhr
Redaktionstage "Fjordarbeid"
14.12.2025, 16:00 Uhr
Lesen: Drei Schwestern und Inger Christensens Übersetzungen
07.12.2025, 16:00 Uhr
Lesen: Drei Schwestern und Inger Christensens Übersetzungen
06.12.2025, 14:00 Uhr
House of Half Ideas with Yara Mekawei und Kenan Khadaj
In this session, participants work with a text where testimony, memory, and language intertwine. Through acts of mistranslation and sonic experimentation, we explore how words can tremble, fracture, and carry what resists being said. about: House of Half Ideas
 Curatorial Statement House of Half Ideas is a curatorial collective shaped by porous boundaries, open questions, and the radical potential of what remains unfinished. We don’t begin with answers. We begin with a feeling, a fragment, a conversation that refuses to end. Our practice unfolds at the intersection of literature, visual art, and political thought, not as a tidy convergence of disciplines, but as a field of tensions, echoes, and unexpected kinships. We believe that curating is an act of listening. To what has been silenced, to what resists translation, to what arrives late or not at all. Our work moves with the rhythms of exile, of memory, of voices that speak from below. We are drawn to the stories that don’t quite fit, the gestures that linger, the artworks and texts that refuse to be pinned down. House of Half Ideas bridges visual art with literature as a way of making meaning differently. A poem can move like a piece of performance. A painting can carry the weight of a sentence long suppressed. We invite these forms to speak to each other, not to resolve, but to reveal new ways of seeing and feeling. Our programs—whether readings, exhibitions, gatherings, or conversations—are guided by a poetics of relation. We resist the need to explain everything. Instead, we trust in resonance, in complexity, in the slow unfolding of understanding. We curate as a form of care. Not to organize or complete, but to hold space for what is still becoming. Collaboration is not just a method for us. It is a practice of being with others. We work closely with artists, writers, and thinkers who challenge and transform us, who bring their own lineages and struggles into the room. Together, we ask: What does it mean to share a world? What does it take to make space for each other’s ghosts and desires? In a time when everything demands clarity and performance, House of Half Ideas chooses vulnerability. We are interested in the unfinished, the imperfect, the poetic. We believe there is power in the half-said, in the mistranslated, in the questions that keep returning. This is where we begin. Not with certainty, but with care, with curiosity, and with the quiet belief that from what is not yet whole, something true can still emerge.
05.12.2025, 14:00 Uhr
House of Half Ideas with Yara Mekawei and Kenan Khadaj
In this session, participants work with a text where testimony, memory, and language intertwine. Through acts of mistranslation and sonic experimentation, we explore how words can tremble, fracture, and carry what resists being said. about: House of Half Ideas
 Curatorial Statement House of Half Ideas is a curatorial collective shaped by porous boundaries, open questions, and the radical potential of what remains unfinished. We don’t begin with answers. We begin with a feeling, a fragment, a conversation that refuses to end. Our practice unfolds at the intersection of literature, visual art, and political thought, not as a tidy convergence of disciplines, but as a field of tensions, echoes, and unexpected kinships. We believe that curating is an act of listening. To what has been silenced, to what resists translation, to what arrives late or not at all. Our work moves with the rhythms of exile, of memory, of voices that speak from below. We are drawn to the stories that don’t quite fit, the gestures that linger, the artworks and texts that refuse to be pinned down. House of Half Ideas bridges visual art with literature as a way of making meaning differently. A poem can move like a piece of performance. A painting can carry the weight of a sentence long suppressed. We invite these forms to speak to each other, not to resolve, but to reveal new ways of seeing and feeling. Our programs—whether readings, exhibitions, gatherings, or conversations—are guided by a poetics of relation. We resist the need to explain everything. Instead, we trust in resonance, in complexity, in the slow unfolding of understanding. We curate as a form of care. Not to organize or complete, but to hold space for what is still becoming. Collaboration is not just a method for us. It is a practice of being with others. We work closely with artists, writers, and thinkers who challenge and transform us, who bring their own lineages and struggles into the room. Together, we ask: What does it mean to share a world? What does it take to make space for each other’s ghosts and desires? In a time when everything demands clarity and performance, House of Half Ideas chooses vulnerability. We are interested in the unfinished, the imperfect, the poetic. We believe there is power in the half-said, in the mistranslated, in the questions that keep returning. This is where we begin. Not with certainty, but with care, with curiosity, and with the quiet belief that from what is not yet whole, something true can still emerge.
04.12.2025, 09:30 Uhr
Gang mit Otto Kapfinger durch das Looshaus am Michaelerplatz
Treffpunkt: Herrengasse 2-4
01.12.2025, 17:00 Uhr
Vortrag Otto Kapfinger zum Looshaus
November 2025
30.11.2025, 16:00 Uhr
Lesen: Drei Schwestern und Inger Christensens Übersetzungen
28.11.2025, 16:00 Uhr
Das Unentscheidbare übersetzen? Zur Übersetzung von Antonia Birnbaums Mut ohne Heldentum
Angst, Nichtwissen, Unentscheidbares sind bestimmende Elemente in Antonia Birnbaums Konzeptualisierung eines Muts ohne Heldentum. Was kann die Übersetzung damit machen? Kann sie in der „Verdoppelung der Angst in Mut“, im „Ausfall jeden Maßes“, in der „Lücke zwischen zwei Gesetzen“ etwas aufkommen lassen, keine Entscheidung, sondern – eine Erfindung? Nicht ins Gesetz gehen, nicht ins Nichts, sondern ins Unbekannte? Entlang von Passagen wollen wir den Einsatz des Buchs noch einmal als Einsatz des Übersetzens denken.
27.11.2025, 17:30 Uhr
Plenum Park:Haus
– Erinnerung an die nächsten beiden Veranstaltungen und Otto Kapfingers Vortrag plus Führung im Looshaus, und das sonntägliche Lesen, Redaktionstage Fjordarbeid, Vollversammlung – Termin fürs Katalogisieren – noch einen Termin fürs Drucken ausmachen für den 5. und 6. – Wer kann und mag Yara und Kenan unterbringen? – Neujahrspause besprechen – Termin fürs nächste Plenum
25.11.2025, 14:30 Uhr
Lesekreis Ethik und Politik des Übersetzens 2
22.11.2025, 16:00 Uhr
Lesekreis Zakladka
21.11.2025, 18:00 Uhr
Typografie als Übersetzen? mit Andreas Dittrich
Hans Peter Willberg hat für die spezifische typografische Gestaltungsweise, die einen Text nicht -nur- zum Lesen aufbereitet (ihm »dient«), sondern ihn -auch- erschließt, den Begriff der »inszenierenden Typografie« vorgeschlagen (1977/1990/1997). In dieser Perspektive erscheint das Buch als eine kleine Bühne, als ein Schauplatz. Doch was genau wird dabei veranschaulicht? Der Plot? Bestimmte Worte? Ein Gedanke? Lässt sich auch das Unerzählbare darstellen? Was machen die unbedruckten Flächen in Otl Aichers Gestaltung des Buches »Eliza Eliza« von Ilse Aichinger (1965)? Inszenieren sie etwas? Oder versuchen sie nicht vielmehr etwas in Typografie zu übersetzen, das im Text selbst nicht zur Sprache kommen kann?
17.11.2025, 14:00 Uhr
Drucken
14.11.2025, 14:00 Uhr
Das Umschlagen der Schrift. Der Schutzumschlag zu „Ursprung des deutschen Trauerspiels“ und die Buchgestaltung bei Walter Benjamin
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die in ihrer Schriftwahl ungewöhnliche Typographie von Walter Benjamins „Ursprung des deutschen Trauerspiels“, insbesondere die Gestaltung des Schutzumschlags. Der Umschlag kommt als Paratext in den Blick, dessen raffinierte, durch ein Changieren zwischen Historismus und Modernismus geprägte Schrifttypenverwendung das geschichtsphilosophische Programm des Buches andeutet und der zugleich die parallel zum ‚Trauerspielbuch‘ erscheinende „Einbahnstraße“ als komplementäre Publikation annonciert. Die Analyse wird eingebettet in Benjamins generelle Positionen zur Medialität und Ästhetik des Buches. Der Fokus kann, je nach Interesse des Gesprächskreises, auch auf die typographische Gestalt seiner übrigen Bücher erweitert werden.
03.11.2025, 14:00 Uhr
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Oktober 2025
31.10.2025, 18:30 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: Das Buch des Amba Besarion übers. v. Julia Dengg
30.10.2025, 17:30 Uhr
Plenum Park:Haus
das übersetzen von lyrik aus dem slowenischen: ab sofort nach gedichten ausschau halten, die dem kriterium entsprechen und sie an transl@versatorium.at schicken / zusammenarbeit mit unikum/Citalnica > Dominik Srienc einladen zum Thema seiner Diss z.B. (Bleistiftspuren bei Florjan Lipus, FWF Projekt "zweisprachige literarische Praxis der Kärntner Slowenen" – auf die kommenden treffen/termine verweisen > unbedingt: treffen fürs drucken von plakaten ausmachen (marshall kommunizieren) > das plakat hat fürs bewerben auf anderen websiten eine deadline: den mittwoch der vorwoche einer veranstaltung. konkret heißt das: > 5. november für thomas rahn mit dem trauerspielbuchcover am 14. november > 12. november für andreas dittrich mit inszenierender Typografie und typografischer Inszenierung > 19. november für c. heidrich und m. kropfitsch mit mut ohne heldentum > 26. november für yara mekawei und kenan kaddaj mit übersetzung als anti-neokolonialer modus > weil das ein ungewöhnlich starkes pensum ist, kann ich anderweitig plakate vorbereiten (digital/ handschriftlicht). welche das sind, können wir jetzt ausmachen. oder ich achte darauf, für welche veranstaltung sich kein drucktermin finden lässt und handle danach. – achtung: thomas rahn' plakat (5. nov.) kann ich nicht vorbereiten – redaktionstage fjordarbeid - Citalnica in Kärnten – insb. en winteraften i ufa: von mo. dem 27. april auf freitag, den 1. mai: nachdem wir (melanie, sophie, felix und ich) bei empty chairs 2025 festgestellt haben, dass die dauer sich nicht mit anderweitigen verpflichtungen verträgt und den ganzen tag gemeinsam zu übersetzen sehr zehrend ist, wollen wir bzgl. der nächsten konferenz den zeitlichen rahmen noch einmal besprechen. mögl.: > die dauer kürzen > nur vormittags übersetzen / od. nur nachmittags übersetzen > einen ganzen tag pause machen – ein treffen fürs beschließen der übersetzungen von empty chairs ausmachen –umfrage erstellen, was man braucht/ sich wünscht, um regelmäßig zu den übersetzungstreffen zu kommen
30.10.2025, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
27.10.2025, 14:30 Uhr
Lesekreis Übersetzungstheorie
Henri Meschonnic, Politik und Ethik des Übersetzens
25.10.2025, 16:00 Uhr
Lesekreis Zakladkla
09.10.2025, 14:00 Uhr
Konferenz Liu Xia
09.10.2025, 09:00 Uhr
Konferenz Liu Xia
Pause am Samstagvormittag
06.10.2025, 19:00 Uhr
Vorstandssitzung
02.10.2025, 18:00 Uhr
Plenum Park:Haus
September 2025
29.09.2025, 14:30 Uhr
elke erb: zum thema nachdichten
27.09.2025, 14:00 Uhr
Kultur im Dritten Atelierrundgang
26.09.2025, 14:00 Uhr
Kultur im Dritten Atelierrundgang
21.09.2025, 16:00 Uhr
zakladka
August 2025
25.08.2025, 14:30 Uhr
Lesekreis: Theresia Prammer zu Elke Erb und Friederike Mayröcker
07.08.2025, 18:00 Uhr
Plenum Park:Haus
07.08.2025, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
04.08.2025, 15:00 Uhr
Lesekreis Übersetzungstheorie
Theresia Prammer: Übersetzen, Überschreiben, Einverleiben. Davon: Einleitung und I. Voraussetzungen
Juli 2025
07.07.2025, 15:00 Uhr
Lesekreis Übersetzungstheorie
Juni 2025
26.06.2025, 18:45 Uhr
Plenum PARKhaus
– lesekreis zarte knöpft ankündigen – domain neuberg college schließen – an jeanne verwee die entwürfe schicken – berichten von thomas rahn und na'ama rokem – bericht über lectura dantis in retz und das buch – daraus ergibt sich: eine neue publikation – michel und antonias bücherregal? – das fake benjamins trauerspiel kaufen, andere bücher kaufen? – auf die website den kalender – termine für bib und katalog – termine druckraum – dante?, thomas rahn? für den sommer – natalies vorschlag, den eckraum als ausstellungsraum zu bespielen, besprechen – was wir gegen den lärm bzw. für ein übersetzen im stillen raum machen können
25.06.2025, 15:00 Uhr
Gespräch mit Myriam Ávila
20.06.2025, 14:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: Caroline Sauter
Forum für Übersetzungskritik: „l’insolvable même“. Schuldigkeit und Zärtlichkeit des Übersetzens mit Jacques Derrida In seinem Text „Was ist eine ‚relevante‘ Übersetzung?“ (übers. Esther von der Osten / Caroline Sauter, 2022) verhandelt Jacques Derrida die Rede Portias, wie überhaupt das gesamte Shakespeare-Drama The Merchant of Venice, als Übersetzungsproblem. Doch indem er gerade dem zentralen Satz „Then must the Jew be merciful“ seine Übersetzung verweigert und die Schuldigkeit des Übersetzers gegenüber dem Original nicht erfüllt, bringt er die Waagschalen der Übersetzung ins Ungleichgewicht. Ganz zu Anfang seines Textes setzt Derrida dem Diskurs von Schuld und dem (antisemitischen) Hass, der eine Logik der vernichtenden Konversion heraufbeschwört, mit starkem, doch zarten Gestus die Zärtlichkeit, caresse, entgegen. Gegen die Logik des quid pro quo entwirft Derrida eine Theorie der Übersetzung als sich verschwendende, sich hingebende, sich schenkende, zärtliche Liebkosung. Dies verdichtet sich im Doppelbild der züngelnden Flamme bzw. leckenden Zunge, langue, Sprache: Übersetzen ist la caresse d'une langue. Wie ist diese caresse zu übersetzen – in andere Sprachen, aber auch in eine Ethik, eine Politik, eine Philologie der Zärtlichkeit? Wann haben Übersetzer*innen ihre Schuldigkeit getan? In Vortrag und Gespräch diskutieren wir das Verhältnis von Schuld und Zärtlichkeit in Derridas Lektüre von Shakespeares Merchant of Venice und in seinem Übersetzungsdenken. Das Forum für Übersetzungskritik ist eine Veranstaltungsreihe von Versatorium, die Raum für eine Reflexion über die experimentellen Arbeitsprozesse des Übersetzens gibt und für einen Erfahrungsaustausch mit Kooperations- und Gesprächspartner:innen über ihre Übersetzungs- und Lesepraxis poetischer Texte. PD Dr. Caroline Sauter ist Vertretungsprofessorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen zum Einen im Bereich Übersetzungstheorie und -praxis und zum Anderen in der europäisch-jüdischen Literatur- und Sprachtheorie (Benjamin, Rosenzweig, Scholem, Derrida, Cixous, Cassin). Sie ist Autorin einer Monographie über Walter Benjamins Übersetzungsphilosophie (Die virtuelle Interlinearversion, 2014) und zahlreicher wissenschaftlicher Aufsätze, Mitherausgeberin mehrerer Sammelbände sowie – gemeinsam mit Esther von der Osten – Übersetzerin von Jacques Derridas „Was ist eine ‚relevante‘ Übersetzung?“ (2022). Das der Übersetzung innewohnende Dazwischen (entre) ist die Leitlinie ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Ihr aktuelles Buchprojekt Essays on Language and Desire untersucht das Verhältnis von eros und logos von der biblischen Tradition bis in die zeitgenössische Theorie.
19.06.2025
Buchpräsentation „Lectura Dantis. Zeitgenössische Dichtung im Dialog mit Dante Alighieris Commedia“
13.06.2025, 14:00 Uhr
Bibliothek und Druckraum
12.06.2025, 18:00 Uhr
Clemens Schedler: Buchgestaltungskritik
09.06.2025, 18:00 Uhr
Bücherklub Zakladka
„Wir“ von Evgeniy Zamyatin
06.06.2025, 18:00 Uhr
Lesekreis für Übersetzungstheorie
Derrida: Des Tours de Babel die einladung zu caroline sauters forum überarbeiten
05.06.2025, 20:00 Uhr
abschied von helmut und helix
05.06.2025, 18:00 Uhr
Plenum PARKhaus + Party
–das gedicht ins niederländische übersetzen. wann machen wir das? und welches gedicht? SCHON AM MACHEN –ein plakat für caroline sauter: „l’insolvable même“. Schuldigkeit und Zärtlichkeit des Übersetzens mit Jacques Derrida GEMACHT –und ein plakat für myriam: TITEL – frage an helmut: was habt ihr besprochen? GEMACHT – theresia prammer: die dante-bücher sind da – eine besonders wichtige stelle vorlesen. verortung plus beschreibung, eigene beobachtung à zehn min GEMACHT – zwei zimmer in retz in anspruch nehmen? MELANIE WIRD GEFRAGT und für konstis lesekreis: termine überlegen GEMACHT
Mai 2025
17.05.2025, 16:00 Uhr
Zakladka
16.05.2025, 19:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik mit Maria Bussmann
08.05.2025, 18:00 Uhr
Plenum PARK:haus
06.05.2025, 14:00 Uhr
Lesekreis Übersetzungstheorie
April 2025
23.04.2025 – 29.04.2025
Konferenz "En vinteraften i Ufa" von Inger Christensen
08.04.2025, 10:00 Uhr
Workshop Forfatter Skolen
04.04.2025, 14:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: Michel Métayer
03.04.2025, 18:00 Uhr
Plenum: PARKhaus
03.04.2025, 10:00 Uhr
Frühjahrsputz
01.04.2025, 14:00 Uhr
Lesekreis Übersetzungstheorie
Schleiermacher: Ueber die verschiedenen Methoden des Uebersetzens
März 2025
25.03.2025, 14:00 Uhr
Inventur Bibliothek
19.03.2025, 18:00 Uhr
Gedichte lesen, Briefe schreiben, auf Russisch
18.03.2025, 14:00 Uhr
Druckraum Jahoda
06.03.2025, 18:00 Uhr
Plenum PARK:haus
03.03.2025, 14:00 Uhr
Lesekreis Übersetzungstheorie
Feber 2025
17.02.2025, 15:00 Uhr
Begehung der Bibliothek bei Geosphere Austria
11.02.2025, 18:00 Uhr
Zakladka
06.02.2025, 18:00 Uhr
Plenum PARK:haus
Jänner 2025
31.01.2025, 18:00 Uhr
Vollversammlung
17.01.2025, 14:00 Uhr
Traduttore Mediatore – Workshop mit Karen Leeder
16.01.2025, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
09.01.2025, 10:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik zu Barbara Köhler
mit Sven Keromnes und Marie-Luise Knott
Dezember 2024
30.12.2024, 17:00 Uhr
SOY SQUAD
17.12.2024, 18:00 Uhr
Zakladka - Weihnachtstreffen
14.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
13.12.2024, 19:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: zeichnen ist lesen – Natalie Neumaier
Kann Übersetzen Zeichnen sein? Kann Zeichnen Übersetzen sein? Ist ein Text übersetzbar in Zeichnung? Von Zeichen zur Zeichnung, vom Wort in, was? In Bilder? In Striche? In Linien? Die Serie von Zeichnungen "viola volando" entstand im genauen Lesen eines Gedichts aus dem Zyklus "El vento de l´eterno se fa teso" des italienischen Lyrikers Biagio Marin, "Codex Zürn" entsteht gerade im Lesen vieler Texte der Künstlerin und Schriftstellerin Unica Zürn. Wie verändert sich die Herangehensweise, das Zeichnen in den beiden Werkserien? Ist zeichnen eine Form von Übersetzen? Oder gibt es andere Begriffe, Wörter, Beschreibungen für dieses Tun? Natalie Neumaier hat im Mai ihr Buch „viola violando“ (Passagen Verlag, 2024) Versatorium vorgestellt, zusammen mit einer Ausstellung mit ausgewählten Zeichnungen aus dieser Serie. Bei der Veranstaltung im Dezember folgt nun ein eingehenderes Gespräch über ihre Arbeit.
13.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
12.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
11.12.2024, 09:00 Uhr
Fjordarbeit – offene Übersetzungswerkstatt
11.12.2024, 09:00 Uhr
ABGESAGT: Übersetzungsworkshop mit Karen Leeder
10.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
09.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
07.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
06.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
05.12.2024, 18:00 Uhr
Plenum PARK:haus
05.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
05.12.2024, 10:00 Uhr
Fjordarbeit
November 2024
21.11.2024, 19:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik zu Abba Kovner – Allex. Fassberg und Franziska Füchsl
Abba Kovner (1918-1987) ist im deutschsprachigen Raum nur wenigen bekannt. Der Nationalsozialismus machte ihn zum Widerstandskämpfer, aus eigenem Antrieb und in seinem späteren Leben war er Künstler. Mit einer Distanz von 20 Jahren verfasste Abba Kovner innerhalb von drei Tagen eine Dichtung zum Teil basierend auf seinen eigenen Erfahrungen während des 2. Weltkriegs. „Ahoti Ktana“ (1967) besteht aus 5 sogenannten Toren (Sche’arim) und aus insgesamt 48 Gedichten. Mit vielschichtigen Verweisen auf die jüdische Schreibtradition und Literatur verdichtet Kovner die Suche des lyrischen Ich nach Schutz seiner kleinen Schwester in einem dominikanischen Kloster. In der jüdischen Schreibtradition steht das Wort Schwester immer wieder für Gott, wodurch diese Begegnung ein Aufeinanderstoßen zweier Religionen, dem Judentum und (katholischen) Christentum, zur Zeit des Holocaust wird. Nach dem Holocaust blieb die deutsche Sprache für Kovner die Sprache der Täter*innen. Dies ist auch ein Grund, warum er sein Werk zu Lebzeiten nicht ins Deutsche übersetzen ließ. Unsere Übersetzung stellt das nicht in Frage, aber durch unseren dialektischen Übersetzungsprozess sehen wir auch einen Ausgang aus dieser Gleichsetzung: Wenn inhaltliche Entscheidungen durch die klangliche Komposition und Rhythmisierung komplexer werden, erinnert uns Kovner in „Ahoti Ktana“ an die Möglichkeit, kreativ in der Sprache zu forschen. Kovner ins Deutsche zu übersetzen, verstehen wir also als eine Fortsetzung früherer wichtiger jüdischer literarischer Versuche wie von Martin Buber und Franz Rosenzweig, Paul Celan, Nelly Sachs und Walter Benjamin: Hinhören wo sich jüdische Zugehörigkeit die deutsche Sprache aneignet. Der Entschluss zu zweit zu übersetzen ist also nicht einfach eine sprachliche Notwendigkeit, sondern unsere Antwort (aus unseren unterschiedlichen Positionen heraus) auf unsere bindende Geschichte, und der Versuch, für die Vielfältigkeit der Poesie Kovners eine gemeinsame Praxis zu finden.
15.11.2024, 17:30 Uhr
Zakladka Buchklub
07.11.2024, 18:00 Uhr
Plenum PARK:haus
06.11.2024, 18:30 Uhr
SOY SQUAD
06.11.2024, 17:00 Uhr – 15.11.2024, 17:00 Uhr
Ohne Titel
Oktober 2024
31.10.2024, 10:00 Uhr
Konferenz Liu Xia
24.10.2024, 17:30 Uhr
Treffen Jahresantrag
21.10.2024, 14:00 Uhr
Herbstputz- und Reparaturtag
19.10.2024
Čitalnica in Koroška, A. Zeichen: unikum
15.10.2024, 14:00 Uhr
Vorbereitung Čitalnica
14.10.2024, 19:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: Melanie Strasser
Kannibalismus als Einverleibung des Anderen, dessen damit notwendig einhergehende Transformation und nicht zuletzt seine Wiederauferstehung in anderer Form erscheint als paradigmatisch für das Lesen und Übersetzen des Anderen. Doch lässt sich das Übersetzen tatsächlich als kannibalischer Akt denken? Wie könnte ein kannibalisches Übersetzen, eine kannibalische Übersetzung aussehen? Der Vortrag soll die Entwicklungslinien der Trope des Kannibalismus nachzeichnen und anhand konkreter Übersetzungen von Gedichten aufzeigen, welche Möglichkeiten – etwa im Bezug auf ein Neudenken des Verhältnisses von Original und Übersetzung –, aber auch, welche Schwierigkeiten der Begriff im Hinblick auf eine Poetik des Übersetzens birgt. Melanie Strasser, studierte Philosophie und Übersetzen in Wien, mit Stationen in Portugal, Berlin, New Haven und Brasilien. Promotion in Romanistik/Brasilianistik zur Trope des Kannibalismus. Sie ist Übersetzerin sowie Lektorin für Verlage und am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien. Zuletzt arbeitete sie in São Paulo zu den Beziehungen zwischen Übersetzen und Gastfreundschaft. Publikationen: Kannibalogie. Zu einer Philosophie der Einverleibung. Turia+Kant 2021. Kultureller Kannibalismus. Übersetzungen der Anthropophagie. Königshausen+Neumann 2023. Übersetzungen: Machado de Assis. Das babylonische Wörterbuch. Manesse 2018 (zusammen mit Marianne Gareis). - Roberto Schwarz. Ein Meister an der Peripherie des Kapitalismus. De Gruyter 2023.
11.10.2024, 18:00 Uhr
Buchklub
03.10.2024, 18:00 Uhr
Plenum PARKhaus
September 2024
27.09.2024, 19:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: Orts- und Flurnamen in Kärnten/Koroška – Alina Zeichen
Bela, Fellach, Vellach, Villach, Weißensee – in dem Gebiet mit den Namen Kärnten und Koroška haben Orte und Landschaften mehr als einen Namen in mehr als einer Sprache. In welcher Beziehung stehen die Namen zu einander? Gibt es ein Übersetzen des einen Namens aus dem anderen? Die wechselhafte Nähe der Namen im Slowenischen und im Deutschen lässt sich an Gedichten des Bauarbeiters und Dichters Hanzej Wuttej betrachten. In ihnen tauchen immer wieder Namen aus der Umgebung seines Hauses auf. Auch die politischen Spannungen, ausgehend von den chauvinistischen Verdrängungskampagnen der Nationalsozialisten gegen die slowenische Sprache und Kultur, sind der Erinnerung an die verschiedenen Namen eingeschrieben. Ein prominentes Beispiel dafür ist der Sabladnigsee/Zablaško jezero im Podjuna oder Jauntal, der 1932 von dem NSDAP-nahen Turnverein Wolfsberg gekauft wurde und seither den Namen Turnersee trägt. Eine Initiative vor Ort bemüht sich derzeit um eine Änderung des Namens und das Erinnern der gewaltsamen Hintergründe. Im Forum für Übersetzungskritik wird es darum gehen, in einem gemeinsamen Prozess dem Übersetzen von Ortsnamen und -gegebenheiten einer Unterkärntner Landschaft oder pokrajina na južnem Koroškem auf die Spur zu kommen und dabei ein Laboratorium zu schaffen – für ein wechselseitiges Lesen und Aufhorchen und ein Überschreiten der Sprach- und Dorfgrenzen.
21.09.2024, 13:00 Uhr
Druckraum Jahoda
19.09.2024, 14:30 Uhr
Gespräch: Bembo und Deewan
09.09.2024 – 17.09.2024
Reise nach Trondheim
07.09.2024, 19:00 Uhr
Forum Lesung mit Ann Cotten u.a.
07.09.2024, 10:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: Anna Eble und Mathijs de Ridder
06.09.2024, 18:00 Uhr
Buchclub RU
05.09.2024, 18:00 Uhr
Plenum PARKhaus
02.09.2024, 17:00 Uhr
SOY SQUAD
August 2024
30.08.2024, 14:00 Uhr
Druckraum Jahoda
29.08.2024, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
29.08.2024, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
29.08.2024, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
01.08.2024, 18:00 Uhr
Plenum: PARKhaus
Juli 2024
09.07.2024, 14:30 Uhr
Fjordarbeid und -ten
04.07.2024, 18:00 Uhr
Plenum: PARKhaus
Juni 2024
24.06.2024, 09:00 Uhr
Schulworkshop Hegelgasse
11.06.2024, 19:00 Uhr
Ein Winterabend im Juni/Inger Christensen
Am Beginn von "En vinteraften i Ufa" begibt sich jemand in die Garderobe. Aber ist das ein Hotel oder ist das schon Theater? Sind da, in den vier Figuren, die drei Schwestern von Tschechow angesprochen? Und wo spielt dieses Stück, das auf Deutsch heißen könnte: "Ein Winterabend in Ufa" überhaupt? Während die Gedichte und Essays der dänischen Schriftstellerin Inger Christensen in deutscher Sprache zum Teil nur sehr schwer erhältlich sind, sind es die Theaterstücke gar nicht. Das Versatorium unternimmt den Versuch, das Stück "En vinteraften i Ufa" zu übersetzen und im Übersetzten bereits an das Theater zu denken, in dem es vielleicht spielt. Am 11. Juni werden dabei keine Ergebnisse präsentiert, sondern jede*r ist eingeladen, mit- und weiterzudenken und zu übersetzen.
07.06.2024 – 12.06.2024
Konferenz: Inger Christensen
Übersetzen des Theaterstücks "En winteraften i Ufa"
06.06.2024, 18:00 Uhr
Plenum PARK:HAUS
Mai 2024
30.05.2024, 19:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik mit Mathias Traxler: Variationen Montale Reihe i-iv
Mathias Traxler stellt in einer zweisprachige Lesung (mit Zuspiel) sein Manuskript Variationen Montale Reihe i-iv vor. Es werden darin vor den Gedichten aus Eugenio Montales Ossi di seppia unterschiedliche 'Haltungen' eingenommen. Ungefähr in dieser (oder auch umgekehrter) Reihenfolge: Einnahme der Haltung, Stillstände, Bewegung, wird dabei auf die Gedichte im italienischen Original hingesteuert, um sich möglichst nahe bei ihnen aufzuhalten. Variationen Montale Reihe i-iv wird im Herbst 2024 in der parasitenpresse erscheinen.
17.05.2024, 19:00 Uhr
Peter Bettelheim: O. Neuraths "Transformation" als Übersetzung
In den 1920/30er-Jahren entwickelte Neurath im Wiener ›Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum‹ eine (bis in die Gegenwart ‚nachhaltige‘) international ‚lesbar‘-verständliche ikonische „Bilderschrift“ – seinerzeit „Wiener Methode der Bildstatistik“ genannt. ‚Kern‘ des (quasi ‚linguistisch‘-) semiotisch konstituierten Zeichensystems war nach eigenen (bzw. sekundären) Erläuterungen und Kommentaren zur Darstellung ein mehrfacher Herstellungsprozess –„Isotype-Transformation“ bezeichnet. „Die Isotype-Transformation ist der Schritt der Transformation der Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchung zu Isotype-Darstellungen.“ (1942) Diese grafisch-‚zeichnerische‘ mediale (Kon-)Versation von sozialen, historischen… „Tatbeständen“ ist/wäre zeichentheoretisch als (übertragend-kommunikative) Übersetzung (Translation) zu interpretieren. „...das Anliegen ist […], so lange wie möglich unmittelbar verständlich zu bleiben, erzählende Bilder, die aus unmittelbar verständlichen Symbolen zusammengesetzt sind, mit der Hilfe von Worten und als Hilfe für Worte zu schaffen.“ (1926)
11.05.2024
Renovierung Park:Haus, ausmalen, putzen
10.05.2024, 16:00 Uhr
Ausstellung: viola volando / DAS NA IGDI
10.05.2024, 13:00 Uhr
Druckraum Jahoda
07.05.2024, 18:00 Uhr
Natalie Neumaier: Buchpräsentation und Ausstellung viola violando / DAS NA IGDI
Ausgehend von einem Gedicht aus dem Zyklus El vento de l’eterno se fa teso des italienischen Lyrikers Biagio Marin und dem Buch Voiles, Schleier und Segel von Hélène Cixous und Jacques Derrida entstand eine Serie von Zeichnungen und Texten, die Natalie Neumaier in ein Buch überträgt, das die Sprünge zwischen Zeichnung und Text erfahrbar macht. viola volando. Violett im Flug. In diesem Buch verdichten sich Zeichnungen, Texte und Notizen zu einer Flugbewegung. Text ist dabei Gewebe, Grund für das Zeichnen, und er trägt die Zeichnung gleichermaßen, wie er von ihr getragen wird. Um 19:00 Uhr findet eine Lesung aus Texten von Biagio Marin, Peter Waterhouse und Unica Zürn statt. Die Ausstellung ist auch an folgenden Tagen geöffnet: 10.5., 11.5. von 16-19h „(…) ein Gramm ANA. Das Gedicht ist im Na gemacht. Rest: DAS NA IGDI ist der anamitische Dang-Gam- Gam-Gan-dit - ein dramatisches Gedicht. Das ist ein Anagramm.“ Unica Zürn, Paris 1960
06.05.2024, 14:30 Uhr
Workshop: "De Aetna" von Pietro Bembo
04.05.2024
Renovierung Park:Haus, ausmalen
02.05.2024, 18:00 Uhr
Plenum PARK:HAUS
April 2024
27.04.2024
Renovierung Park:Haus, ausmalen
26.04.2024 – 27.04.2024
Druckworkshop Christian Thanhäuser "Holzschnitt"
20.04.2024
Renovierung Park:Haus, ausmalen
19.04.2024, 19:00 Uhr
Forum für Übersetzungskritik: Marion Maurin
Die Gedichte von Friederike Mayröcker in "Der Fink" von Peter Waterhouse
19.04.2024, 13:00 Uhr
Druckraum Jahoda
13.04.2024
Renovierung Park:Haus, ausmalen
12.04.2024, 13:00 Uhr
Druckraum Jahoda
06.04.2024
Renovierung Park:Haus, ausmalen
04.04.2024, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
03.04.2024, 15:30 Uhr
Lesen: Petri Bembi "De Aetna"
März 2024
27.03.2024, 18:00 Uhr
Plenum Park:Haus
08.03.2024, 13:00 Uhr
Druckraum Jahoda
07.03.2024, 20:00 Uhr
BUB: Lesung mit Franziska Füchsl
07.03.2024, 18:00 Uhr
BUB: Lesezirkel "OJE"
03.03.2024, 17:00 Uhr
Generalversammlung
Feber 2024
28.02.2024, 18:00 Uhr
Plenum Park:Haus
22.02.2024, 20:00 Uhr
BUB: Lesung mit Mathias Müller
22.02.2024, 18:00 Uhr
BUB: Lesezirkel HUHN
19.02.2024, 10:00 Uhr
Begehung Alexa Bücherregal
09.02.2024, 13:00 Uhr
Druckraum Jahoda
07.02.2024, 14:30 Uhr
Labor der Übersetzenden Künste
Die Basis der Jahrestätigkeit bildet das wöchentlich stattfindende Labor. Diese Arbeit geht aus von der gemeinsamen Lektüre und dem Gespräch, einem kollektiven (von lat. colligere: gesellig auflesen, lesen, sammeln, ernten) Prozess, einem dauernden, wiederholenden Lesen mit mehreren Stimmen und Perspektiven, in dem das Übersetzen poetischer Texte als künstlerisches Forschen verstanden wird. Übersetzung als eine Form, als eigene Kunstform (W. Benjamin). Nach den langjährigen Beschäftigungen von Versatorium mit den Werken von Charles Bernstein, Roberta Dapunt und Rosmarie Waldrop soll sich das Labor ab 2024 den Gedichten und Erzählungen, der Prosa und den Essays von Andrea Zanzotto zuwenden. 1921 in Pieve di Soligo, einem Dorf nahe Treviso geboren, studierte Zanzotto in Padua Literatur und Philosophie, lernte Griechisch, Hebräisch und Deutsch, unterrichtete in Italien und der Schweiz, war während des Krieges Teil einer Resistenza-Gruppe gegen Faschismus und Krieg, gegen die Besetzung und Gleichschaltung. Seine Dichtung ist auch widerständig (resistent) und überraschend, offen in ihrer Mehrsprachigkeit, die Dialekt, Literatursprachen und Kindersprache, Zufallssprachen und Eintagssprachen aufnimmt, eine unbesetzte Sprache entwirft. Vielleicht eine unübersetzbare. Zanzottos Dichtung und Denken streben die Vorläufigkeit von Gedichten an und ihre Unabgeschlossenheit.
Jänner 2024
31.01.2024, 18:00 Uhr
Plenum Park:Haus
29.01.2024, 19:00 Uhr
Zeitschriften im Gespräch
Lesung auf Einladung von PS – Politisch Schreiben
26.01.2024, 18:00 Uhr
BUCHKLUB
ANDREJ
26.01.2024, 13:00 Uhr
Drucken
15.01.2024, 14:30 Uhr
Wöchentliches Übersetzen
13.01.2024, 09:00 Uhr
Hanzej Wuttej Übersetzen
12.01.2024, 10:00 Uhr
Hanzej Wuttej Übersetzen
10.01.2024, 14:30 Uhr – 03.01.2024, 14:30 Uhr
Ohne Titel
10.01.2024, 14:30 Uhr
Wöchentliches Übersetzen
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